KIEFER GRAFIK
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Grafikkarte mit Kühlkörper im offenen Rechnergehäuse

Zwei Serien

Dieselbe Platine, zwei sehr verschiedene Kühler

Die Kiefer ist die kurze Karte: 210 Millimeter, zwei Lüfter, passt in Büro- und Wohnzimmergehäuse, bei denen zwischen Laufwerkskäfig und Netzteil nicht viel Platz bleibt.

Die Föhre ist die lange: 305 Millimeter, drei Lüfter, ab Midi-Tower aufwärts. Beide Serien teilen sich Platine, Speicheranbindung und Treiberstand. Sie unterscheiden sich im Kühler und darin, wie lange dieser Kühler die Last wegträgt, ohne laut zu werden.

Wer zwischen beiden schwankt, sollte zuerst das Gehäuse messen und danach die Auflösung ansehen. In dieser Reihenfolge, nicht umgekehrt.

Hände setzen mit dem Schraubendreher eine Grafikkarte in ein Gehäuse ein

Baulänge

Kiefer 210 mm, Föhre 305 mm. Gemessen ab Slotblende bis Kühlerkante, ohne Stromstecker.

Strom

Kiefer 6G einmal 8-Pin, alle anderen zweimal 8-Pin. Adapter liegt keiner bei, weil Adapter Ärger machen.

Gewährleistung

24 Monate auf die ganze Karte, 24 Monate auf den Lüfter. Der Lüfter ist das Teil, das zuerst geht.

Einzelprüfung

Vier Stunden Last, danach ein Blatt Papier mit Ihrer Seriennummer darauf

Keine Stichprobe aus der Charge, sondern jede Karte. Das kostet uns pro Karte einen halben Arbeitstag Bankzeit und ist der Grund, warum wir nicht am Dienstag liefern können, was am Montag bestellt wurde.

Karten, die gerade auf der Bank stehen

Kiefer 6G — Grafikkarte der Serie

6 GB · 1080p · 175 W · 210 mm

Kiefer 6G

Die kleine. Zwei Lüfter, ein 8-Pin, läuft in Gehäusen, in die sonst nichts hineinpasst.

Daten und Auflösung
Kiefer 12G — Grafikkarte der Serie

12 GB · 1440p · 220 W · 210 mm

Kiefer 12G

Gleicher Kühler, mehr Speicher. Wird im Sommer zwei Grad wärmer als die 6G und bleibt trotzdem unter der Grenze.

Daten und Auflösung
Föhre 8G — Grafikkarte der Serie

8 GB · 1440p · 200 W · 305 mm

Föhre 8G

Der lange Kühler auf der kleineren Platine. Die leiseste Karte, die wir bauen, und die, die wir selbst im Büro stehen haben.

Daten und Auflösung
Föhre 16G — Grafikkarte der Serie

16 GB · 2160p · 285 W · 305 mm

Föhre 16G

Drei Lüfter, zwei 8-Pin, 1,4 Kilo. Braucht ein Gehäuse mit Abstützung oder die beiliegende Stütze.

Daten und Auflösung

Was auf der Bank gemessen wird

Fünf Punkte, seit 2019 unverändert. Der letzte steht dort, weil Spulenfiepen kein Defekt ist, aber der häufigste Grund für eine Rücksendung.

MesspunktGrenzwertGerät
Kerntemperatur unter Volllasthöchstens 78 °C nach vier StundenThermoelement am Kühlerfuß
Lüfterdrehzahl bei 60 °C1 400 bis 1 600 min-1Tachosignal, direkt ausgelesen
Leistungsaufnahme, Spitzehöchstens acht Prozent über der AngabeZangenamperemeter an der 12-V-Schiene
Bildfehler im Dauerlaufkeiner, vier Stunden langSchleife aus drei Testszenen
Spulenfiepenhörbar oder nicht hörbar, wird notiertOhr, 40 cm Abstand, offenes Gehäuse

Karten, die einen Punkt reißen, gehen zurück in die Montage und laufen die vier Stunden noch einmal. Zwei von hundert schaffen es auch beim zweiten Mal nicht; die werden zerlegt und die Bauteile kommen zurück ins Regal.

Elektroniklabor mit Oszilloskopen und Messgeräten

Seriennummer nachschlagen

Die Nummer steht auf dem Messprotokoll und auf dem Aufkleber an der Slotblende. Im Browser liegen die Chargen aus diesem Jahr.

Wie eine Charge entsteht

Was im Karton liegt

  • Die Karte selbst, in Folie und in einem Formteil aus Graupappe — kein Schaumstoff, der klebt nach zwei Jahren.

  • Das Messprotokoll, ein Blatt, mit Seriennummer, Datum, Bank und dem Kürzel des Prüfers.

  • Eine zweite Slotblende für flache Gehäuse, zwei Schrauben dazu.

  • Bei der Föhre 16G die Stütze, die das Kartenende auf dem Netzteilschacht ablegt.

  • Ein Aufkleber mit der Seriennummer für die Gehäuseinnenseite. Klingt albern, spart bei der nächsten Reklamation eine halbe Stunde.

Arbeitsplatz mit Multimeter, Mikroskop und Lötkolben
Versandkartons mit Aufdruck zerbrechlich im Lager
Kühlkörper und Lüfter eines Rechners aus der Nähe

Lüneburg

Gefertigt wird in einer Halle an der Bardowicker Straße

Platinen aus Taiwan, Kühler aus Tschechien, Speicher aus Korea, montiert und geprüft hier. Wir schreiben nicht „made in Germany“ auf den Karton, weil das für die Bauteile nicht stimmen würde.